Mittwoch, 14. April 2010

DIY Foto-Rollkoffer


Kein normaler Koffer mehr.
Nein, dieser Koffer fährt vorerst nicht mehr in die Ferien. Vielmehr wurde er von mir zu einem Foto-Koffer umgebaut. Praktische Sache, bietet Platz, Übersicht und kostet erst noch einen Bruchteil von professionellen Koffern. Wie ich den Umbau angestellt hab und was sich im Koffer verbirgt, seht ihr nach dem Sprung...

Professionelle Koffer dieser Art, z.B. der Lowepro Pro Roller 2, kosten so um die 500 bis 600 Franken. Nun ja, Profis können vielleicht soviel Geld ausgeben, für mehr Stabilität, aber mir ist das definitiv zu teuer. Daher mein Entscheid, selber so was zu bauen.

Das Prinzip ist ganz einfach: Man nehme einen normalen Rollkoffer für die Ferien, kaufe etwas Holz, baue alles zusammen - et voilà!

Mein Koffer hat ungefähr die Innenmasse 60 x 40 x 20 cm. Um Probleme zu vermeiden, liess ich etwas Reserve und plante eine Box der Grösse 57 x 39 x 18. Wie sich später herausstellen sollte, war dies immer noch zu knapp, der Koffer hat im Innern vorstehende Teile bei den Rollen... Naja, wozu hat man denn Raspel und Feile?

Das Holz bestellte ich bei Coop Bau und Hobby. Dort kann man alles gerade auf die perfekte Grösse zuschneiden lassen, ohne Aufpreis. Ich entschied mich für Sperrholz Pappel, da dies leicht und gut bearbeitbar ist und trotzdem genug Stabilität bietet. Für die vier Haupt-Ecken der Box nahm ich 23 x 23 mm Kanthölzer für mehr Stabilität. Für die Einlageböden und zusätzliche Stabilisierung kaufte ich noch 8 x 8 mm Kanthölzer. Dazu kamen noch passende Schrauben und Holzleim.

Zuhause baute ich dann alles gemäss meinen Plänen zusammen. Die statischen Schraubverbindungen sind zusätzlich mit Holzleim verklebt. Die kurzen Innenwände habe ich jeweils mit 2 Kanthölzern fixiert und zwar so, dass die Wand herausgenommen werden kann. Dies bietet mir mehr Flexibilität für spätere Umbauten.

Um das Equipment optimal zu schützen suchte ich nach Schock-absorbierendem Material. Schaumstoff war mir zu weich und zu unbeständig. Styropor würde auch nur abbröckeln mit der Zeit. Fündig wurde ich im Outdoor-Shop, denn Camping-Matten eignen sich optimal. Ich entschied mich für eine etwas dickere (ca. 11 mm), für besseren Schutz. Am Ende war ich nicht schlecht erstaunt, als von den ganzen 1.8 x 0.6 m nur noch ein kleiner Rest von gerade mal 21 x 16 cm übrig blieb. Glück gehabt.

Die Kosten rechnen sich ungefähr wie folgt:
  • Koffer: CHF 60.-
  • Holz, Schrauben und Leim: CHF 40.-
  • Campingmatte: CHF 30.-
  • TOTAL: CHF 130.-
Ich konnte also ca. CHF 400.- sparen und hatte erst noch Spass beim Zusammenbau.

Eigentlich keine Hexerei. Man braucht lediglich etwas geschickte Hände und planerische Fähigkeiten. That's it!


Inhalt des Koffers.
Der Koffer hat sich in diesen 2 Wochen, in der er lebt, schon bewährt. Wir Baselstrobisten hatten einen Einsatz in der Unterwelt von Basel. Dazu aber später mehr.

2 Kommentare:

  1. Schöne Bastelarbeit. Ich haben zwei kleine Verbesserungsvorschläge: Farbliche hellere Campingmatte, um die schwarzen Teile besser zu finden, und Deckelpolsterung/ Stabilisierung.

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  2. Als Deckelpolsterung dient eine schwarze Ikea-Decke im Deckel des Koffers. Die Decke kann dann auch gleich als Hintergrund verwendet werden.

    Das Finden im Koffer ist kein Problem, wenn man weiss was wo ist ;-) Ausserdem gibt eine Lampe, die ist silbrig und somit nicht schwer zu finden :-) Anthrazit fand ich am stilvollsten (zumindest besser als knallblau).

    Trotzdem danke für die Tips.

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